Allerheiligenfeier der Franztaler in Mondsee

Am Samstag 1. November 2025 fand bei freundlichem Herbstwetter die traditionelle Allerheiligenfeier der Franztaler Landsleute am Gedenkstein in Mondsee statt.

Nach der feierlichen Messe in der Basilika versammelten sich Mitglieder der donauschwäbischen Ortsgemeinschaft sowie Freunde und Unterstützer, um gemeinsam der Verstorbenen zu gedenken.

 

Der Obmann der Franztaler Gemeinschaft begrüßte die Anwesenden herzlich und hieß insbesondere Prälat Johann Holzinger erstmals an der Gedenkstätte willkommen. Als Zeichen des Dankes und der Verbundenheit überreichte er ihm eine Franztaler Anstecknadel sowie einen Geschichtsfolder über die donauschwäbische Ortsgemeinschaft.

 

In seinen Worten erinnerte Franz Schall an die Bedeutung des Allerheiligentages als Zeit des Innehaltens, der Besinnung und des Gedenkens an die Verstorbenen.

Besonders gedachte man

  • der Toten im zerstörten Friedhof von Franztal,
  • der Gefallenen beider Weltkriege,
  • der Opfer der Arbeits- und Vernichtungslager des Tito-Regimes,
  • sowie all jener, die in der neuen Heimat ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Der Blick auf den Gedenkstein, der die Fluchtroute der Vorfahren zeigt, rief die Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs und die schweren Jahre der Vertreibung wach – eine der größten Völkerwanderungen der Geschichte, bei der Millionen Menschen ihre Heimat verloren.

In diesem Zusammenhang wurde auch auf die heutige Zeit verwiesen, in der noch immer Millionen Menschen weltweit durch Krieg und Verfolgung zur Flucht gezwungen sind.

Der Redner appellierte an Mitgefühl und Menschlichkeit gegenüber den heute Vertriebenen – so, wie einst auch den eigenen Familien geholfen wurde.

 

Im Anschluss trug Roswitha Mamoser ihre Gedanken zu Allerheiligen vor.

 

Ein besonderer Dank galt der Gemeinde Mondsee für die Kranzspende und die langjährige Verbundenheit zur Franztaler Gemeinschaft.

Danach richtete Bürgermeister Josef Wendtner einige Worte an die Anwesenden, bevor Prälat Johann Holzinger gemeinsam mit den Ministrantinnen das Totengedenken und den Segen sprach.

 

Zum Abschluss dankte der Obmann allen Beteiligten und lud zum gemütlichen Beisammensein im Gasthaus Zauner ein, wo die Feier in kameradschaftlicher Atmosphäre ausklang.

 

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