Am 3. Adventsamstag lud die Franztaler Ortsgemeinschaft wieder zur traditionellen Weihnachtsfeier ins Haus der Donauschwaben nach Salzburg ein. Zahlreiche donauschwäbische Landsleute, Franztaler Nachkommen sowie Freunde folgten der Einladung und füllten den festlich geschmückten Saal mit vorweihnachtlicher Stimmung.
Die Tische waren liebevoll dekoriert und mit selbstgebackenen Weihnachtskeksen bestückt, die großteils nach überlieferten Rezepten zubereitet worden waren. Besonders ins Auge fielen die kunstvoll gestalteten Franztaler Fruchtteller mit Kerzen, die – ganz in alter Tradition – Licht und Wärme in den Raum brachten. Links von der Bühne stand ein festlich geschmückter Christbaum, der den feierlichen Rahmen abrundete.
Als um 15 Uhr das Licht im Saal gedimmt wurde, wurde es leise und andächtig.
Obmann Franz Schall begrüßte die Anwesenden herzlich. Ein besonderer Gruß galt Brigitte van Tijn, der neuen Obfrau des Vereins der Salzburger Donauschwaben, sowie dem Hausherrn Hans Awender, dem neuen Obmann des donauschwäbischen Kulturzentrums Haus der Donauschwaben, und seiner Gattin.
In seiner Ansprache ging Franz Schall auf die Bedeutung der Weihnachtszeit ein – auf Gemeinschaft, Bescheidenheit und das Innehalten in einer oft hektischen Welt. Erinnerungen an frühere Weihnachtsfeste, an Kerzenlicht, einfache Speisen und kleine Gesten der Freude standen dabei im Mittelpunkt. Ein Gedicht von Christine Wolny unterstrich diese Gedanken und lud dazu ein, Weihnachten wieder bewusster und mit offenem Herzen zu erleben.
Danach begann das Programm mit dem musikalischen Auftakt - dem Lied „Kling Glöckchen klingelingeling“, gespielt von Leopold auf seiner "Zugin" - steirischen Zieharmonika.
Das anschließende Programm wurde vor allem von den Kindern getragen, die mit viel Engagement und Mut musizierten und Gedichte vortrugen. Leopold, Jakob, Moritz, Leon und Fabian brachten mit Liedern wie „Ihr Kinderlein kommet“, „Christbaum, schöner Baum“ und „In der Weihnachtsbäckerei“ weihnachtliche Freude in den Saal.
Andrea und Roswitha ergänzten das Programm mit weiteren Beiträgen, wie einem Gedicht in österreichischer Mundart "Zruckdenkn" und der donauschwäbischen weihnachtlichen Geschichte „Backa far Weihnachta“ von Gerti Braschel.
Aufgrund einer Erkrankung von Hanna kam es zu kleinen Programmänderungen, die der feierlichen Stimmung jedoch keinen Abbruch taten.
Den Abschluss bildete das gemeinsame Singen des Liedes „Stille Nacht, heilige Nacht“, bei dem alle Anwesenden einstimmten und für einen besonders berührenden Moment der Verbundenheit sorgten.
In seinen Schlussworten dankte Franz Schall allen Mitwirkenden: den Kindern für ihren Einsatz, die mit einem kleinen Packerl vom Christkind belohnt wurden, den Gestaltern der Fruchtteller, den zahlreichen Kuchenspenderinnen und -spendern sowie den vielen Helferinnen und Helfern im Hintergrund, die für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
Ein besonderer Dank galt den Gästen, deren Kommen die Feier erst zu einem gemeinsamen, warmen Erlebnis machte.
Bei Kaffee, Kuchen sowie kalten und warmen Getränken klang der Nachmittag in gemütlicher Runde aus. Viele nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen und Begegnungen.
Traditionell wurden den über 70-jährigen Gästen als weihnachtlicher Gruß des Vereines Weihnachtssterne für die Damen und eine Flasche Wein für die Herren überreicht.
Die Weihnachtsfeier endete mit viel Lob für den Vorstand und dem Wunsch, auch im kommenden Jahr wieder zusammenzukommen – ein Zeichen dafür, wie wertvoll diese Zeit für die Gemeinschaft ist.
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